Die Buchhandlung - Penelope Fitzgerald


Insel Verlag / 8,00 € Taschenbuch / 164 S. / Erschienen 8. Dezember 2014


Klappentext:


"Florence Green erwirbt in Hardborough, einem verschlafenen Dorf an der Küste Ostenglands, das Old House als zukünftiges Domizil für ihre Buchhandlung. Dass das Gebäude anscheinend von einem Poltergeist besessen und bis auf die Grundmauern feucht ist, bringt sie von ihrem Vorhaben ebensowenig ab wie die Tatsache, dass sie von finanziellen Dingen keine Ahnung hat. Voller Schwung stürzt sie sich in die Vorbereitungen und stattet ihre Buchhandlung liebevoll aus. Die Einwohner des kleinen Städtchens begegnen dem Unternehmen zunächst mit Skepsis, bald stellen sich jedoch erste Stammkunden ein. Als Florence Green aber dann ein gerade erschienenes Buch eines bis dahin unbekannten Autors, Vladimir Nabokov, verkauft, ist die Aufregung groß und weitet sich zu einem Skandal aus ..."

Eindruck:

Ein kurzer aber außergewöhnlicher Roman, in dem Fitzgerald beschreibt, dass Mut nicht immer zu einem erfolgreichen Ende führt. Die Autorin hat eine klare und nüchterne Sprache, mit der sie dem Leser Platz für eigene Vermutungen und inhaltliche Überlegungen lässt. Manche Stellen und Andeutungen ließ die Autorin für mich jedoch zu offen und vage. Die Charaktere sind alle glaubwürdig dargestellt, weisen aber teilweise absurde Züge auf. Mit verstecktem Humor und einem Hauch von Überspitzung kritisiert Fritzgerald die Gesellschaft und das Klassensystem der 60er Jahre in England und betont die Spießigkeit des Bürgertums, das keinerlei Interesse an echter Literatur hat. Gleichzeitig hüllt die Geschichte den Leser in die so typisch englisch-melancholische Stimmung.
Auch das Nachwort von David Nicholls ist definitiv lesenswert und gibt noch tiefere Einblicke in den Roman und dessen Deutungsmöglichkeiten.
Wer gerne Geschichten über Bücherliebhaber liest, wird dieses Buch genießen!









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