An einem Tag im Mai - Jenny Bond

Dumont Verlag / 9,99 € Taschenbuch / 544 S. / 16. November 2015

Klappentext:

"Amerika, Anfang der Dreißigerjahre. Iris McIntosh hat alles verloren: ihren Job, ihre Freunde, ihr Zuhause. Doch eine zufällige Begegnung mit der mächtigsten Frau des Landes, Eleanor Roosevelt, gibt ihrem Leben eine neue Richtung. Sie verschafft Iris Zugang zum innersten Zirkel des Weißen Hauses – in einer Zeit, als die Welt kurz vor einem neuen Krieg steht. Iris steigt zur Beraterin des Präsidenten auf, genießt den Glanz der Macht und die neuen Möglichkeiten, die sich ihr eröffnen. Als sie zwei besondere Männer trifft, muss sie sich entscheiden …"

Eindruck:

Dieser Roman erzählt die Geschichte der jungen Amerikanerin Iris, deren Schicksal mit den Roosevelts und dem politischen Washington der 30er und 40er Jahre verwoben ist. Aus diesem Grund darf man keine sachliche Erzählung erwarten, die sich primär mit der Amtszeit des Präsidenten, der Wirtschaftskrise oder den politischen Figuren dieser Zeit auseinandersetzt. Obwohl all diese Aspekte eine Rolle spielen, steht immer noch die Lebens- und vor allem die Liebesgeschichte von Iris im Vordergrund.
Die Geschichte ist entlang zweier Erzählperspektiven gegliedert. Zum einen wird die Handlung rund um die Protagonistin Iris berichtet, zum anderen werden die Geschehnisse rückblickend aus dem Jahr 1962 aus der Perspektive der Haushälterin Henrietta Nesbitt - ebenfalls eine historisch reale Figur - beleuchtet.
Das Buch kann vor allem durch zwei Aspekte glänzen. Erstens gelingt es Jenny Bond auf interessante und spannende Weise, historische Ereignisse und das politische sowie private Leben im Weißen Haus in die Erzählung einzubauen. Zum Zweiten kreiert sie nicht nur neue Charaktere, sondern bringt dem Leser auch historisch reale Figuren auf vielfältige Art und Weise näher. Besonders Eleanor Roosevelt hat mich von Anfang bis Ende fasziniert.
Der einzige Kritikpunkt liegt ganz klar in der Liebesgeschichte zwischen Iris und den fiktiven Figuren Sam und Monty. Es ist eine dieser Dreiecksgeschichten, bei denen man sich wünscht, dass die Protagonistin doch endlich eine Entscheidung treffen möge. Gerade bei diesem Handlungsstrang konnte mich die Hauptfigur Iris überhaupt nicht überzeugen.
Ein politisch und historisch relevanter, aber eben auch unterhaltsamer Roman, den ich gerne und schnell gelesen habe. Dieses Buch hat mich letztendlich auf den Geschmack gebracht, mehr über Eleanor und Franklin Roosevelt zu lesen!



Vielen Dank an den Dumont Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


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