Eine kurze Geschichte der Menschheit - Yuval Noah Harari

Pantheon Verlag / 14,99€ Broschiert / 528 S. / Erschienen 20. Februar 2015



Klappentext: 



"Wie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?

Yuval Harari entwirft mit seinem international gefeierten Bestseller das große Panorama unserer eigenen Geschichte - und stellt die Frage, wohin wir von hier aus gehen wollen."



Eindruck:

Der Historiker Harari beschreibt in seinem erstmals 2011 erschienenen Werk den Werdegang eines durchschnittlichen Tieres zum alles dominierenden Lebewesen auf dem blauen Planeten, heute bekannt unter dem Namen Homo sapiens.
Die ersten Kapitel handeln von unseren frühen Vorfahren vor über 70000 Jahren und wie sie sich gegenüber den anderen Menschenarten als dominante Spezies durchsetzen konnten. Durch die landwirtschaftliche Revolution machte sich der Mensch die Welt zum Untertan und stellte sich von da an über alle anderen Lebewesen dieser Erde. Diese Entwicklung hatte weitreichende Folgen für das Voranschreiten des Menschen; vom Jäger und Sammler transformierte er sich nach und nach zum sesshaften Landwirt mit all seinen Vor- und Nachteilen. Durch die kognitive Revolution schließlich wird der Mensch zu einem übernatürlichen Wesen.
Auch wenn der Titel vermuten lässt, dass es sich hierbei um einen Rückblick auf die Menschheit handelt, werden immer wieder Bezüge zur Gegenwart hergestellt. Im letzten Abschnitt, der überaus nachdenklich macht, befasst sich Harari mit der Gegenwart und einer möglichen Zukunft des Menschen.
Harari bemühte sich sichtlich um einen verständlichen Schreibstil trotz Komplexität des Inhalts. Dennoch erfordert die Lektüre große Aufmerksamkeit, um die Vielfalt und die Tragweite des Inhalts erfassen zu können. Trotz der Inhaltsdichte gibt es zu keinem Zeitpunkt Längen oder langweilige Passagen. 
Besonders gelungen an diesem Buch ist die Tatsache, dass während des Lesens neue Gedankengänge und Eindrücke entstehen können, da der Autor sehr detailliert über die Entwicklungen des Menschen und deren vielfältige Konsequenzen schreibt. Zudem werden Fragen zu etablierten Strukturen und Ritualen aufgeworfen, die im Alltag zwar omnipräsent sind, deren Bedeutung oder Herkunft jedoch niemals hinterfragt werden. Als Beispiel lässt sich hier die Entstehung und Entwicklung des Geldes anführen. Darüber hinaus bezieht der Autor Themenfelder wie Religion, Kultur und Politik mit ein. Letztendlich lassen sich viele interessante Erkenntnisse aus der Lektüre gewinnen. 
Wer also für die Weihnachtszeit ein anregendes, interessantes und lehrreiches Buch sucht, das den gesamten Bogen von der Menschheitsgeschichte bis zu Zukunftsvisionen spannt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen! Zeit Wissen formuliert dazu treffend:
"Yuval Noah Havarie schreibt präzise, klug - und vor allem so, dass man gar nicht aufhören will zu lesen. Dieses Buch lässt Hirne wachsen."

Herzlichen Dank an den Pantheon Verlag für dieses Rezensionsexemplar!






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